Weckert, P. (2008):

Experimentelle Untersuchung der Ableitbarkeit von Dienstgütezuständen aus Messgrößen der optischen Netze


Sowohl das Wissenschaftsnetz (WiN) und andere vergleichbare nationale Netze als auch auf europäischen Niveau die Trans European Networks (TEN) und als deren Nachfolger die GEANT2-Netze erfuhren in den vergangenen Jahren Veränderungen in Infrastruktur, Organisation und Wartung der Netze. Derzeit ist GEANT2 das größte Netzwerk, das je für Forscher in Europa aufgebaut wurde. Für diese Projekte, bei denen der Austausch von hohen Datenmengen zwischen den wenigen dedizierten Endpunkten vorhanden ist, stellt der Aufbau von optischen Virtual Private Networks (OPN) eine Erleichterung dar. Im GEANT2 Netz werden End-to-End Links (E2E Links) zwischen den GEANT2-Endpunkten und den Endpunkten der beteiligten Forschungsnetze bereitgestellt. Dadurch wird auch für internationale Projekte der Aufbau von optischen OPNs ermöglicht. Das bekannteste Beispiele für solche Projekte ist der Large Hadron Collider (LHC) am CERN in Genf. E2E Links sind als dedizierte optische Verbindungen definiert und sind auf den Technologieschichten 1 und 2 realisiert. Es soll nicht verschwiegen werden, dass den Vorteilen solcher E2E Links auch Nachteile entgegenstehen. Jedes Forschungsnetz betreut unterschiedliche Hard- und Software von unterschiedlichen Herstellern. Folglich gibt es eine Vielzahl an heterogenen Statusinformationen, die nicht zusammen gebracht werden können. Das Ziel der vorliegenden Diplomarbeit ist, einen Ansatz zu finden, wie eine Qualitätsaussage über ein E2E Link gemacht werden kann, obwohl Heterogenität vorliegt. Ein möglicher Ansatz hierzu liegt in der Suche nach einem regelmäßigen Zusammenhang der Fehler auf der OSI-Schicht 2 und der Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Fehlern auf der OSI-Schicht 3. Dieser Ansatz ist zunächst nur eine Vermutung, die experimentell überprüft werden soll. Bei den Experimenten werden die Ethernet- sowie Internet Protokolle (IP) verwendet. Sollte sich aber die Vermutung nicht bestätigen, so werden die Ursachen analysiert und beschrieben. Der Fokus dieser Diplomarbeit liegt auf dem Aufbau, der Gestaltung und der Durchführung der Experimente. Die Messergebnisse werden mit Hilfe der statistischen Analyse ausgewertet. Kann daraus eine erkennbare Schlussfolgerung gezogen werden, so ist ein Ansatz einer Ableitung von Dienstgütezuständen für E2E Link zu formulieren.




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