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Management verteilter Managementsysteme

    Der von uns entwickelte Prototyp realisiert das in Abschnitt [*] vorgestellte Objektmodell für das Management verteilter kooperativer Managementsysteme, von dem wir nun einen charakteristischen Teilbereich besprechen. Wir haben dazu das Managementsystem NetView geeignet instrumentiert, das sich in der Mitte der Abbildung [*] befindet und auf dem UNIX-System ibmhegering1 abläuft.


  
Abbildung: Beziehungen zu anderen Systemen und Komponenten

Unter anderem sind für die operationellen und funktionalen Sichtweisen die Beziehungen zu folgenden Systemen bzw. Komponenten relevant:

Die Beziehungen des Managementsystems NetView zu den anderen Systemen bzw. Komponenten sind zur besseren Übersichtlichkeit jeweils mit Namen versehen, die über die Art der Beziehung (peer, requires, provides usw.) Auskunft geben. Die Beziehungen selbst besitzen jedoch keine Managementinstrumentierung, da die bei der Implementierung verwendete CORBA-Umgebung IBM SOM/DSOM keine Implementierung des CORBA Relationship Service beinhaltet.


  
Abbildung: Zustand der NetView-Prozesse

In Abbildung [*] ist unter anderem aus der hellen (gelben) Einfärbung des Systems NetView ersichtlich, daß ein (nicht besonders schwerwiegender) Fehlerzustand aufgetreten ist, der bis an die Spitze der Topologiehierarchie (am linken Rand ersichtlich) propagiert wird. Ein Grund hierfür könnte in der Tatsache bestehen, daß zugleich das Partner-Managementsystem hpheger3 dunkel (rot) eingefärbt ist, was auf einen vollständigen Ausfall dieses Systems hindeutet. Zur Eingrenzung des Fehlers sind einerseits die eingehenden Ereignismeldungen wichtig und andererseits die Zusatzinformationen, die sich in der über das Icon zugänglichen, darunterliegenden Ebene verbergen. Abbildung [*] verdeutlicht, daß dort Informationen über den aktuellen Zustand aller Dienste ablesbar sind, aus denen das Managementsystem besteht: Hieraus geht hervor, daß die Prozesse snmpCollect und netmon ausgefallen sind (Farbe: rot), die für das Polling der Ressourcen sowie die Entgegennahme der Resultate zuständig sind. Ferner bedeutet die blaue Farbe der Prozesse nvcorrd und nvsecd, daß diese Dienste bisher noch nicht instantiiert wurden. Aus der grünen Einfärbung der anderen Prozeßsymbole kann gefolgert werden, daß die restlichen Dienste des Managementsystems aktiv sind. Anzumerken ist hierbei, daß ein Dienst jeweils drei Zustände annehmen kann (aktiv, inaktiv, bisher nicht instantiiert). Eine feingranularere Zustandsbeschreibung der einzelnen Dienste läßt sich mit den vom Betriebssystem angebotenen Systemaufrufen derzeit nicht ermitteln.

Wie bereits oben angesprochen, besteht dieser Managementagent aus CORBA-Objekten, deren Methoden jeweils auf die in der Sprache C vorliegenden Programmierschnittstellen der Managementplattform bzw. des Betriebssystems abgebildet wurden und diese somit kapseln. Die Integration in die Testumgebung erfolgte über die IDL-Kapseln des Managementsystems, die wir im Rahmen des multiarchitekturellen Managers (siehe Abschnitt [*]) vorgestellt haben.


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